Rechtsberatung nur durch den Anwalt?
In Deutschland gibt es ein Rechtsberatungsgesezt, dass Rechtsanwälten ein weitgehendes gesetzliches Monopol für die individuelle Rechtsberatung und Prozessvertretung erteilt. In anderen europäischen Ländern existieren demgegenüber teilweise liberale Regelungen, die auch eine Rechtsberatung und -vertretung durch Nicht-Anwälte zulassen. Durch das zum 1. Juli 2008 in Kraft getretene Rechtsdienstleistungsgesetz wird auch in Deutschland die Rechtsberatung in größerem Umfang für Nicht-Anwälte geöffnet. Das Anwaltsmonopol für den Kernbereich rechtlicher Dienstleistungen bleibt jedoch bestehen.
Heutzutage gibt es neue Formen der Rechtsberatung, wie die Online-Rechtsberatung, bei der der Nutzer oder Mandant ausschließlich oder hauptsächlich über das Internet mit dem Rechtsanwalt kommuniziert. Bei der telefonischen Rechtsberatung wird der Ratsuchende über einen Sprachmehrwertdienst sofort mit einem Rechtsanwalt verbunden, der ihn direkt am Telefon berät. Umgangssprachlich wird die telefonische Rechtsberatung auch Anwaltshotline genannt.